Frohere Ostern …

Angesichts der Terrormeldungen aus Brüssel, Istanbul und Ankara möchte ich mich kurz fassen und einen syrischen Flüchtling zitieren: „Wir sind Menschen, die vor den selben Terrosisten davon laufen, die das gemacht haben. Sie haben unsere Häuser, unser Leben zerstört. Wir sind keine Terroristen, wir wollen nur Frieden und Sicherheit für uns und unsere Kinder.“

Wer glaubt, mit den Flüchtlingen würden wir den Terror importieren, dem kann ich nur empfehlen, Michael Lüders, Jürgen Todenhöfer oder Loretta Napoleoni zu lesen, um zu verstehen, wodurch wir Westler uns tatsächlich den Terrorismus selbst gezüchtet haben und was wir tun und auch lassen sollten, um diesen Terror zu bekämpfen. Weiterhin Zivilisten bombardieren – sei es in Syrien, im Irak, in Gaza oder sonstwo, nützt nur zwei Parteien: Der Waffenindustrie und dem IS. Hierzu ein Hinweis auf einen Film, der kürzlich in der ARD gezeigt wurde und (noch) in der Mediathek zu finden ist: Was von Kriegen übrig bleibt.

Übrig bleiben auf jeden Fall – neben Tod, Verzweiflung und Zerstörung – auch Flüchtlinge. An der Flüchtlingssituation werden wir so schnell nichts ändern. Aber die Situation der Flüchtlinge wird da und dort durch die CLOWNS OHNE GRENZEN erleichtert. Den Film dazu HAPPY WELCOME zeigen wir am Mittwoch, dem 13. April 2016 um 19:45 Uhr im Grafinger Capitol Kino. Bitte kommt zahlreich! Erzählt es weiter! Ladet Flüchtlinge, Asylbewerber und andere Gäste dazu ein! Einer der Clowns, mein alter Schulfreund Andreas Schantz, wird da sein, zuvor jonglieren und danach für Fragen zur Verfügung stehen.

Ich selbst bin dann mal weg … und suche etwas Ruhe und Frieden in der schönen Toscana; und vielleicht sogar ein Plätzchen, wo man mal zu Mehreren für länger bleiben und schöne, spannende Dinge zusammen machen kann. Dazu ein andermal mehr…

Wir sehen uns beim taz.lab in Berlin am 2. April oder im Grafinger Kino am 13. April. Euch allen Frohe Ostern und eine friedliche Zeit,

NL_Signatur2013

 

Workshop: Präsenz, Wahrnehmung, Ausstrahlung

Heute ist Internationaler Frauentag! Das ist ein Anlass zum Feiern: Wie herrlich – nein, wie fraulich! – wie großartig, dass es so viele wunderbare, kluge, fleißige, sensible, mutige, solidarische und in allen Varianten schöne Frauen gibt; Frauen, die oft mehr arbeiten und leisten als ihre männlichen Artgenossen; Frauen, die Kinder gebären, sie großziehen und sich für sie einsetzen! Frauen, die forschen, schreiben, lehren, putzen, an Supermarktkassen sitzen, Regale einräumen, Teams leiten, operieren, Häuser bauen, Alte betreuen, mit Kindern Hausaufgaben machen; Frauen, die ihre Kinder über Tausende von Kilometern tragen, in der Hoffnung, mit ihnen dem Krieg zu entkommen und Schutz zu finden.

Daher ist der Internationale Frauentag auch ein Anlass zum Kämpfen: Für eine Welt, in der Frauen gleiche Rechte bekommen (auch in Deutschland bekommen Frauen durchschnittlich 22% (!!!) weniger Geld für die gleiche Arbeit wie ihre männlichen Kollegen), in der sie nicht mehr diskriminiert werden, in der sie mehr Schutz und die Wahrung ihrer Würde erfahren und Bilder wie die der verganenen Tage aus Istanbul, bei denen bewaffnete Männer mit Gummigeschossen und Tränengas gegen unbewaffnete Frauen vorgehen, endlich der Vergangenheit angehören!

Meine Einladung zu meinem nächsten Workshop richte ich daher ganz besonders an Frauen – auch wenn männliche Teilnehmer ganz gleichberechtigt willkommen sind! Beim Workshop, den ich am kommenden Sonntag, den 13. März im Freien MusikZentrum in München anbiete, geht es um Bühnenpräsenz und Wahrnehmung, aber es ist auch ein Workshop zur Stärkung des eigenen Selbst-Bewusstseins. Einen ganzen Tag lang werde ich mit den Teilnehmer*innen (max. 8) Übungen und Spiele machen, die die Wahrnehmung schärfen, ein gutes Atem- und Körpergefühl erzeugen, Dir helfen, Konzentration aufzubauen und vor allem: Ganz viel Spaß machen!
Der Kurs ist für alle Menschen gedacht, die ihre eigene Präsenz spüren und einsetzen wollen, die manchmal vor Publikum stehen, eine Rede oder ein Plädoyer halten wollen, an Menschen, die Freude daran haben, sich und ihre Fähigkeiten neu zu entdecken und auszuprobieren.
Wir fangen am Sonntag um 10 Uhr an, machen dann gegen eins eine Mittagspause und dann geht es etwa bis 17 Uhr weiter. Anmeldung geht nur übers Freie MusikZentrum (Kurs M220, am besten telefonisch unter 089 – 41 42 47 – 0 oder per Mail an info@freies-musikzentrum.de ). Weitere Infos zum Kurs sind im Programm auf S. 92 angekündigt nachzulesen.

Anmeldeschluss ist schon morgen, Mittwoch, 17 Uhr, und es gibt nur wenige Plätze!

Ich freue mich auf’s Wiedersehen! Herzlichst,

NL_Signatur2013

PS: Für alle Berliner*innen: Am Samstag, den 2. April, werde ich im Panel einer Diskussionsrunde beim diesjährigen taz.lab zum Thema FREMDE ODER FREUNDE? DIE LUST AN DER DIFFERENZ sitzen und mit ein paar interessanten Leuten über ein spannendes Thema sprechen: Brauchen ‚people of color‘ die guten Ratschläge ihrer weißen, wohlmeinenden Mitmenschen im Kampf für ihre Rechte?